Geilon von Mc Fitti

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Geilon von Mc Fitti

Album Review
30 Grad, rosa Flamingos und Flipper. Der aus Berlin stammende Rapper Mc Fitti dürfte den meisten vor allem durch seinen “Sommerhit“, 30 Grad, bekannt sein. Dieser war gleichzeitig eine Hommage an die 80er-Jahre, immerhin bestand ein Großteil des offiziellen Videos aus Filmschnipseln der Serie Miami Vice, sowie eine Persiflage auf die Kultur und den Charme, der heute noch von vielen vermisst wird. Auch der Sound scheint direkt aus den 80ern zu stammen, Synthieklänge vereinen sich mit Elektroschlagzeug zu einer Kombination, die heute eher nach Heimorgel als nach Studio klingt.

Dieser Trend wird übrigens auch in #Geilon fortgeführt. Der vorangestellte Hashtag lässt schon vermuten, dass hier die gesamte Welt des Internets auf die Schippe genommen wird, immerhin verbinden viele Jugendliche dieses Zeichen vor allem mit dem sozialen Netzwerk Twitter. Besonders die Titel “YOLO” und “Whatsapper” nehmen die heutige Internetkultur auf das Korn, Mc Fitti rappt über Smartphones, Memes oder Pranks und wirft zwischendurch immer wieder Phrasen aus der Netzkultur ein. Geistreiche Texte darf man hier selbstverständlich nicht erwarten. Im Gegenteil, eigentlich handelt es sich nur um eine sich zufällig reimende Anordnung einzeln stehender Phrasen. Und trotzdem funktioniert es, macht Lust auf mehr und am Ende erwischt man sich dabei, wie man dem bärtigen Rapper eine ganze Stunde bei seinen Blödeleien zugehört hat.